Mythos Zuhören – Bemerkungen zur Diskursphänomenologie gerichteter Aufmerksamkeit

  • Ausgehend von der Omnipräsenz beschönigender Rede über Zuhören fragt der Essay nach dem Beziehungsgeflecht von Zuhören und Diskurs. Einem verbreiteten Mythos, in dem Zuhören isoliert als replikative Handlung verstanden wird und Unwägbarkeiten des Zuhörens systematisch überdeckt sind, wird die Annahme gegenübergestellt, dass Zuhören Sprache im Widerspruch ist und als solche konstitutiv für Diskurse und vice versa. Gefragt wird nach Möglichkeiten einer Soziolinguistik des Zuhörens und insbesondere nach einer konzeptionellen Einordnung des Zuhörens im Spannungsfeld von Positivität der Rede und Intentionalität des Zuhörens. Ich spreche von Diskursphänomenologie, ohne zu übersehen, dass damit eine auch wissenschaftshistorische Gegenüberstellung von Diskursanalyse und Phänomenologie aufgebrochen wird.

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Metadaten
Author:Ingo H. Warnke
URN:urn:nbn:de:bvb:384-opus4-1233837
Frontdoor URLhttps://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/123383
URL:https://www.uni-augsburg.de/de/fakultaet/philsoz/fakultat/soziologie/zfd/
ISSN:2195-867XOPAC
Parent Title (Multiple languages):Zeitschrift für Diskursforschung / Journal for Discourse Studies
Publisher:Beltz Juventa
Place of publication:Weinheim
Type:Article
Language:German
Date of Publication (online):2025/07/08
Year of first Publication:2022
Publishing Institution:Universität Augsburg
Release Date:2025/07/08
Volume:10
Issue:2
First Page:176
Last Page:182
DOI:https://doi.org/10.3262/ZFD2202176
Institutes:Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät
Dewey Decimal Classification:3 Sozialwissenschaften / 30 Sozialwissenschaften, Soziologie / 300 Sozialwissenschaften
Licence (German):Deutsches Urheberrecht