Retrospektive Analyse des Auftretens von Nahtinsuffizienzen und deren Einflussfaktoren nach operativer Versorgung einer Stanford Typ A Dissektion der Patienten der Herz- und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums Augsburg
- Hintergrund:
Die Stanford Typ A Dissektion ist eine akut lebensbedrohliche Erkrankung, die einer sofortigen chirurgischen Therapie mit dem Ziel des Verschlusses des primären Entry bedarf. In einigen Fällen kommt es im Verlauf zu einer Nahtinsuffizienz der Anastomo-sen, die zu Pseudoaneurysmen oder sogar Aortenrupturen führen können. Die Risiko-faktoren hierfür sind noch weitgehend unklar.
Fragestellung:
Ziel dieser Arbeit ist es Risikofaktoren für die Entstehung einer Nahtinsuffizienz nach Versorgung einer Stanford Typ A Dissektion zu benennen um diesen zukünftig entge-gen zu wirken und damit hochrisikoreiche Reoperationen vermeiden zu können.
Material und Methoden:
Alle Patienten, die im Zeitraum vom 01.01.2018 bis 31.12.2020 am Universitätsklinikum Augsburg mit einer Stanford Typ A Dissektion behandelt wurden, wurden in die Auswer-tung einbezogen und deren Daten anhand der ICD- und OPS-Kodierung durch das in-trahospital eingesetzte Programm ORBIS gefiltert.
Es wurde eineHintergrund:
Die Stanford Typ A Dissektion ist eine akut lebensbedrohliche Erkrankung, die einer sofortigen chirurgischen Therapie mit dem Ziel des Verschlusses des primären Entry bedarf. In einigen Fällen kommt es im Verlauf zu einer Nahtinsuffizienz der Anastomo-sen, die zu Pseudoaneurysmen oder sogar Aortenrupturen führen können. Die Risiko-faktoren hierfür sind noch weitgehend unklar.
Fragestellung:
Ziel dieser Arbeit ist es Risikofaktoren für die Entstehung einer Nahtinsuffizienz nach Versorgung einer Stanford Typ A Dissektion zu benennen um diesen zukünftig entge-gen zu wirken und damit hochrisikoreiche Reoperationen vermeiden zu können.
Material und Methoden:
Alle Patienten, die im Zeitraum vom 01.01.2018 bis 31.12.2020 am Universitätsklinikum Augsburg mit einer Stanford Typ A Dissektion behandelt wurden, wurden in die Auswer-tung einbezogen und deren Daten anhand der ICD- und OPS-Kodierung durch das in-trahospital eingesetzte Programm ORBIS gefiltert.
Es wurde eine Datenmatrix mit Angaben zu Person, Operation, stationärem Verlauf und Histologie erstellt. Mittels CT-Verlaufskontrollen wurden die Patienten mit postoperativer Nahtinsuffizienz identifiziert und anschließend mittels Wilcox-Test für kontinuierliche Variablen und Fisher-Test für binäre Variablen auf Signifikanz bezüglich des Auftretens einer postoperativen Nahtinsuffizienz analysiert.
Ergebnisse:
Von den 96 eingeschlossenen Patienten waren 53 (55,21%) männlich und 43 (44,79%) weiblich. 26 (27,08%) Patienten verstarben im Beobachtungszeitraum, davon 16 (16,67%) unmittelbar postoperativ. Bei zwei Patienten lag kein Verlaufs-CT vor, so dass bei insgesamt 18 Patienten keine Aussage über das Auftreten einer Nahtinsuffizienz getroffen werden kann. 17 (21,79%) der 78 Patienten entwickelten eine Nahtinsuffizi-enz. Für die vermuteten Risikofaktoren wie Hämostyptika, Reoperationen, Bindege-webserkrankungen oder DSWI konnte keine Signifikanz nachgewiesen werden. Über-raschenderweise jedoch für die postoperative ECMO-Therapie und die Patientengröße.
Schlussfolgerung:
Zur Bekräftigung dieser Ergebnisse sind weitere Studien notwendig. In diesen sollte der Fokus nicht auf Infektionen oder Hämostyptika liegen, sondern auf dem Patientengut an sich und bestehender Strömungsprofile innerhalb der Aorta bei ECMO Therapie.…

