Die Integrierte Notfallplanung – Chancen und Grenzen in der Akut- und Notfallmedizin: gemeinsames Positionspapier der AG Notfall- und Intensivversorgung der DGP, AG Ethik der DGINA, Sektion Ethik der DIVI, DBRD, BAND, Sektion Palliativmedizin der DGAI, AG Palliativmedizin der DGIIN
L. Böhm, Eva Diehl-Wiesenecker, P. Gretenkort, S. Grautoff, C. Wiese, C. Scheltz, M. Stanley, J. Eggardt, M. Klein, A. Scherg, M. Neukirchen
- Die Durchführung jeder medizinischen Maßnahme braucht eine Indikation und muss vom Patient:innenwillen gedeckt sein. In Notfallsituationen stehen jedoch häufig nur unvollständige Informationen zur Verfügung, sodass insbesondere am Lebensende das Risiko einer Übertherapie besteht, wenn medizinische Maßnahmen ohne realistische Erfolgsaussichten oder gegen den mutmaßlichen Willen eingeleitet werden. Umgekehrt kann es zu einer Untertherapie kommen, wenn z. B. aufgrund einer lebenslimitierenden Erkrankung postuliert wird, dass lebenserhaltende Maßnahmen nicht mehr gewünscht würden, oder eine nicht auf die Notfallsituation zutreffende Patientenverfügung fälschlich als allgemeine Ablehnung lebenserhaltender Therapien interpretiert wird. Die Integrierte Notfallplanung als Ergebnis eines Advance-Care-Planning-Prozesses bietet eine Lösung, indem basierend auf persönlichen Wertvorstellungen und einer Therapiezielklärung Festlegungen für den Notfall getroffen werden, die eine dem WillenDie Durchführung jeder medizinischen Maßnahme braucht eine Indikation und muss vom Patient:innenwillen gedeckt sein. In Notfallsituationen stehen jedoch häufig nur unvollständige Informationen zur Verfügung, sodass insbesondere am Lebensende das Risiko einer Übertherapie besteht, wenn medizinische Maßnahmen ohne realistische Erfolgsaussichten oder gegen den mutmaßlichen Willen eingeleitet werden. Umgekehrt kann es zu einer Untertherapie kommen, wenn z. B. aufgrund einer lebenslimitierenden Erkrankung postuliert wird, dass lebenserhaltende Maßnahmen nicht mehr gewünscht würden, oder eine nicht auf die Notfallsituation zutreffende Patientenverfügung fälschlich als allgemeine Ablehnung lebenserhaltender Therapien interpretiert wird. Die Integrierte Notfallplanung als Ergebnis eines Advance-Care-Planning-Prozesses bietet eine Lösung, indem basierend auf persönlichen Wertvorstellungen und einer Therapiezielklärung Festlegungen für den Notfall getroffen werden, die eine dem Willen entsprechende Versorgung sicherstellen. Um das Konzept jedoch in die flächendeckende Versorgung zu überführen und zukunftssicher zu gestalten, ist eine Weiterentwicklung hin zu einem umfassenden Konzept aus Dokument, Schulungen und einer digitalen Anbindung an die elektronische Patient:innenakte notwendig sowie eine breite Konsentierung aller beteiligten Stakeholder. Das vorliegende Dokument formuliert hierfür entsprechende Empfehlungen.…


Metadaten| Author: | L. Böhm, Eva Diehl-WieseneckerORCiDGND, P. Gretenkort, S. Grautoff, C. Wiese, C. Scheltz, M. Stanley, J. Eggardt, M. Klein, A. Scherg, M. Neukirchen |
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| Frontdoor URL | https://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/130223 |
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| ISSN: | 1434-6222OPAC |
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| ISSN: | 1436-0578OPAC |
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| Parent Title (German): | Notfall + Rettungsmedizin |
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| Publisher: | Springer Science and Business Media LLC |
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| Place of publication: | Berlin |
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| Type: | Article |
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| Language: | German |
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| Year of first Publication: | 2026 |
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| Publishing Institution: | Universität Augsburg |
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| Release Date: | 2026/05/13 |
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| First Page: | s10049-026-01746-1 |
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| DOI: | https://doi.org/10.1007/s10049-026-01746-1 |
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| Institutes: | Medizinische Fakultät |
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| Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum |
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| Medizinische Fakultät / Lehrstuhl für Palliativmedizin |
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| Dewey Decimal Classification: | 6 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 61 Medizin und Gesundheit / 610 Medizin und Gesundheit |
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| Latest Publications (not yet published in print): | Aktuelle Publikationen (noch nicht gedruckt erschienen) |
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| Licence (German): | CC-BY-NC-ND 4.0: Creative Commons: Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitung |
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