Die ästhetischen Elemente in der Religionsphilosophie des Hl. Augustin

Aesthetic elements in St. Augustine's philosophy of religion

  • Mit der vorliegenden kurzen Studie (57 S.) erwarb Karl Eschweiler (1886-1936) im Jahr 1909 den Grad eines "Dr. phil." an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Betreut wurde die Arbeit durch den als Philosophen wie Politiker bekannten Georg von Hertling (1843-1919). Der Blick auf Gott als das "intelligible Schöne", so weist Eschweilers Promotion nach, steht bei Augustinus stets in Verbindung mit einer "natürlichen Veranlagung (...) zum ästhetischen Fühlen". Denn der innerste Kern der Erfahrung des Schönen – vor allem gerichtet auf zahlenmäßige Ordnung und Rhythmus – verweist auf eine Partizipation der Dinge an der "Urschönheit" Gottes. Auf einer noch tieferen Ebene wird nach Eschweiler Augustins Zugang zu Gott über das ästhetische Erleben begreifbar, wenn man dessen ethische Dimension miteinbezieht. Höchste Schönheit ist stets Schönheit der Seele in der Anerkennung des Guten. Das neuplatonische kalokagathia-Ideal erhält bei Augustinus dadurch eine religiöse Dimension, daß inMit der vorliegenden kurzen Studie (57 S.) erwarb Karl Eschweiler (1886-1936) im Jahr 1909 den Grad eines "Dr. phil." an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Betreut wurde die Arbeit durch den als Philosophen wie Politiker bekannten Georg von Hertling (1843-1919). Der Blick auf Gott als das "intelligible Schöne", so weist Eschweilers Promotion nach, steht bei Augustinus stets in Verbindung mit einer "natürlichen Veranlagung (...) zum ästhetischen Fühlen". Denn der innerste Kern der Erfahrung des Schönen – vor allem gerichtet auf zahlenmäßige Ordnung und Rhythmus – verweist auf eine Partizipation der Dinge an der "Urschönheit" Gottes. Auf einer noch tieferen Ebene wird nach Eschweiler Augustins Zugang zu Gott über das ästhetische Erleben begreifbar, wenn man dessen ethische Dimension miteinbezieht. Höchste Schönheit ist stets Schönheit der Seele in der Anerkennung des Guten. Das neuplatonische kalokagathia-Ideal erhält bei Augustinus dadurch eine religiöse Dimension, daß in psychologischer Hinsicht das Streben nach vollkommenem Glück als Streben nach höchster Freude und Lust erfahren wird. Das Gute wird immer als das Schöne geliebt, dessen Erwerb Gefallen und Genuß schenkt. Das Schlußkapitel der philosophischen Dissertation zeigt auf, wie Augustinus sogar noch die Theodizeefrage mit explizit ästhetischen Argumenten anzugehen sucht. Die vorliegende digitale Ausgabe schließt sich in Textgestaltung und Paginierung so eng wie möglich an die originale Printausgabe (Euskirchen 1909) an. Beigefügt ist ein Nachwort des Herausgebers (1*-5*).show moreshow less

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Metadaten
Author:Karl Eschweiler
URN:urn:nbn:de:bvb:384-opus4-12033
Frontdoor URLhttps://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/1494
Editor:Thomas MarschlerGND
Type:Book
Language:German
Publishing Institution:Universität Augsburg
Release Date:2011/03/07
Tag:Ästhetik; Gotteslehre
GND-Keyword:Augustinus, Aurelius; Religionsphilosophie
Note:
Originalveröffentlichung: Karl Eschweiler, Die ästhetischen Elemente in der Religionsphilosophie des Hl. Augustin [Phil. Diss. LMU München], 57 S. Euskirchen : Buchdruckerei der Euskirchener Volkszeitung, 1909.
Institutes:Katholisch-Theologische Fakultät / Dogmatik
Dewey Decimal Classification:2 Religion / 20 Religion / 200 Religion
Licence (German):License LogoDeutsches Urheberrecht