- Das seit 1958 existierende TNM-System ist ein etabliertes Instrument zur Klassifizierung solider Tumoren und teilt diese anhand der Tumorgröße und -ausdehnung, des regionalen Lymphknotenbefalls sowie des Vorliegens von Fernmetastasen ein. Die aktuelle 9. Auflage des TNM-Systems bietet umfangreiche Überarbeitungen für den Kopf-Hals-Bereich, insbesondere mit Fokus auf die klinische, radiologische und pathologische extrakapsuläre Ausdehnung von Lymphknotenmetastasen bei entsprechender prognostischer Relevanz.
Als Grundlage der Übersichtsarbeit diente die 9. Ausgabe der TNM-Klassifikation der „Union for International Cancer Control“ (UICC). Diese wurde im Juli 2025 veröffentlicht und soll ab Januar 2026 angewendet werden. Die Hintergründe der entsprechenden Änderungen wurden mit einer ausführlichen Literaturrecherche erläutert.
Überarbeitungen der TNM-Klassifikation erfolgten wie schon für die 8. Version insbesondere für die Klassifizierung von Lymphknotenmetastasen bei HumanemDas seit 1958 existierende TNM-System ist ein etabliertes Instrument zur Klassifizierung solider Tumoren und teilt diese anhand der Tumorgröße und -ausdehnung, des regionalen Lymphknotenbefalls sowie des Vorliegens von Fernmetastasen ein. Die aktuelle 9. Auflage des TNM-Systems bietet umfangreiche Überarbeitungen für den Kopf-Hals-Bereich, insbesondere mit Fokus auf die klinische, radiologische und pathologische extrakapsuläre Ausdehnung von Lymphknotenmetastasen bei entsprechender prognostischer Relevanz.
Als Grundlage der Übersichtsarbeit diente die 9. Ausgabe der TNM-Klassifikation der „Union for International Cancer Control“ (UICC). Diese wurde im Juli 2025 veröffentlicht und soll ab Januar 2026 angewendet werden. Die Hintergründe der entsprechenden Änderungen wurden mit einer ausführlichen Literaturrecherche erläutert.
Überarbeitungen der TNM-Klassifikation erfolgten wie schon für die 8. Version insbesondere für die Klassifizierung von Lymphknotenmetastasen bei Humanem Papillomavirus (HPV)/p16-positiven Oropharynxkarzinomen hinsichtlich eines kapselüberschreitenden Wachstums. Bei Nasopharynxkarzinomen erfolgte dagegen eine Änderung der UICC-Stadien aufgrund einer besseren prognostischen Aussagekraft. Spezifikationen erfolgten zudem bei der Eindringtiefe von Mundhöhlenkarzinomen. Kleine Speicheldrüsenkarzinome wurden nun zu den großen Speicheldrüsenkarzinomen in das Klassifikationssystem aufgenommen.
Nach umfangreicher Überarbeitung im Kopf-Hals-Bereich ergeben sich für das Fachgebiet insbesondere relevante Veränderungen hinsichtlich HPV/p16-positiver Oropharynxkarzinome. Inwiefern diese Änderungen sich auch als prognostisch relevant erweisen, bleibt nach Implementierung des neuen TNM-Systems in die klinische Routine abzuwarten.…

