Tracing cracks: Erinnerungsaktivismus als Friedensarbeit. Dekoloniale Impulse für Friedenswissen in Friedensforschung und Friedensbildung

  • Die kumulative Dissertation Tracing Cracks: Erinnerungsaktivismus als Friedensarbeit. Dekoloniale Impulse für Friedenswissen in Friedensforschung und Friedensbildung untersucht, inwiefern dekolonialer Erinnerungsaktivismus als Friedenspraxis verstanden werden kann und welches Erkenntnispotenzial er für Friedensforschung und Friedensbildung birgt. Theoretisch verortet die Arbeit dekolonialen Erinnerungsaktivismus an der Schnittstelle von dekolonialen Theorien, Memory Studies sowie Friedensforschung und Friedensbildung. Sie argumentiert, dass Erinnerung ein konfliktives politisches Feld ist, in dem normative Ordnungen, Zugehörigkeiten und Vorstellungen von Frieden verhandelt werden. Dekolonialer Erinnerungsaktivismus wird dabei nicht nur als Reaktion auf historische Auslassungen, sondern als epistemische und politische Intervention gegen eurozentrische Wissensordnungen verstanden. Methodologisch arbeitet die Dissertation mit einem aktivistisch-forschenden, bricolage-orientierten ZugangDie kumulative Dissertation Tracing Cracks: Erinnerungsaktivismus als Friedensarbeit. Dekoloniale Impulse für Friedenswissen in Friedensforschung und Friedensbildung untersucht, inwiefern dekolonialer Erinnerungsaktivismus als Friedenspraxis verstanden werden kann und welches Erkenntnispotenzial er für Friedensforschung und Friedensbildung birgt. Theoretisch verortet die Arbeit dekolonialen Erinnerungsaktivismus an der Schnittstelle von dekolonialen Theorien, Memory Studies sowie Friedensforschung und Friedensbildung. Sie argumentiert, dass Erinnerung ein konfliktives politisches Feld ist, in dem normative Ordnungen, Zugehörigkeiten und Vorstellungen von Frieden verhandelt werden. Dekolonialer Erinnerungsaktivismus wird dabei nicht nur als Reaktion auf historische Auslassungen, sondern als epistemische und politische Intervention gegen eurozentrische Wissensordnungen verstanden. Methodologisch arbeitet die Dissertation mit einem aktivistisch-forschenden, bricolage-orientierten Zugang und entwickelt mit der epistemischen Rissbildung eine Heuristik, um Risse in hegemonialem Friedenswissen zu lokalisieren und ihre praktische Hervorbringung in künstlerisch-aktivistischen Interventionen nachzuvollziehen. Die Arbeit zeigt, dass dekolonialer Erinnerungsaktivismus dominante Friedensvorstellungen irritiert, marginalisierte Wissensformen sichtbar macht und so zur Historisierung, Repolitisierung und De-Hierarchisierung von Friedenswissen beiträgt. Daraus werden epistemische, konzeptionelle und praxisbezogene Impulse für eine dekolonial informierte Friedensforschung und Friedensbildung abgeleitet.show moreshow less

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Metadaten
Author:Christina PaulsORCiDGND
URN:urn:nbn:de:bvb:384-opus4-1292695
Frontdoor URLhttps://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/129269
Advisor:Christoph WellerORCiDGND
Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2026/05/04
Year of first Publication:2026
Publishing Institution:Universität Augsburg
Granting Institution:Universität Augsburg, Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät
Date of final exam:2026/03/10
Release Date:2026/05/04
GND-Keyword:Postkolonialismus; Antikolonialismus; Aktivismus; Kollektives Gedächtnis; Friedensarbeit
Page Number:182
Institutes:Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät
Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät / Institut für Sozialwissenschaften
Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät / Institut für Sozialwissenschaften / Politikwissenschaft
Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät / Institut für Sozialwissenschaften / Politikwissenschaft / Lehrstuhl für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung
Dewey Decimal Classification:3 Sozialwissenschaften / 30 Sozialwissenschaften, Soziologie / 300 Sozialwissenschaften
Licence (German):CC-BY 4.0: Creative Commons: Namensnennung