Versorgungsrealität des vaskulären Traumas in Deutschland: Ergebnisse einer bundesweiten Folgeumfrage unter den Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin

  • Hintergrund Die vorliegende Umfrage zur Versorgungsrealität des vaskulären Traumas in Deutschland ist eine Folgebefragung zu einer im Jahr 2022 erstmalig durchgeführten Erhebung. Material und Methoden Von 11. Juli 2025 bis zum 27. August 2025 wurden alle DGG-Mitglieder zur Teilnahme an einer anonymisierten Onlinebefragung über SurveyMonkey® eingeladen. Der Fragebogen erfasste Strukturmerkmale der Kliniken, Versorgungsvolumina, praktische Erfahrungen und erfolgte Fortbildungsmaßnahmen. Ergebnisse Von 3120 DGG-Mitgliedern beteiligten sich 10,1 % an der Erhebung. Davon arbeitet die Mehrheit in einer eigenständigen gefäßchirurgischen Abteilung (69,4 %) und in Häusern mit über 200 Betten (90,1 %); 77,6 % der Kliniken verfügen über eine Zertifizierung zum Traumazentrum. Die meisten Kliniken behandeln jährlich zwischen 5 und 10 traumatische Gefäßverletzungen (34,3 %). 71,5 % der Befragten haben bisher keine Fortbildung im Bereich der Gefäßtraumatologie absolviert. Diskussion DieHintergrund Die vorliegende Umfrage zur Versorgungsrealität des vaskulären Traumas in Deutschland ist eine Folgebefragung zu einer im Jahr 2022 erstmalig durchgeführten Erhebung. Material und Methoden Von 11. Juli 2025 bis zum 27. August 2025 wurden alle DGG-Mitglieder zur Teilnahme an einer anonymisierten Onlinebefragung über SurveyMonkey® eingeladen. Der Fragebogen erfasste Strukturmerkmale der Kliniken, Versorgungsvolumina, praktische Erfahrungen und erfolgte Fortbildungsmaßnahmen. Ergebnisse Von 3120 DGG-Mitgliedern beteiligten sich 10,1 % an der Erhebung. Davon arbeitet die Mehrheit in einer eigenständigen gefäßchirurgischen Abteilung (69,4 %) und in Häusern mit über 200 Betten (90,1 %); 77,6 % der Kliniken verfügen über eine Zertifizierung zum Traumazentrum. Die meisten Kliniken behandeln jährlich zwischen 5 und 10 traumatische Gefäßverletzungen (34,3 %). 71,5 % der Befragten haben bisher keine Fortbildung im Bereich der Gefäßtraumatologie absolviert. Diskussion Die absolute Anzahl an Teilnehmenden an der Befragung hat sich im Vergleich zur Vorumfrage verdoppelt, jedoch blieb der prozentuale Anteil aufgrund steigender Mitgliedszahlen der DGG nahezu konstant bei 10,1 %. Die erhobenen Ergebnisse müssen im Kontext einer weiterhin geringen Zahl an Teilnehmenden und der Seltenheit der Entität interpretiert werden. Die getroffenen Aussagen der Teilnehmenden bestätigen die Gefäßchirurgie als die führende Disziplin in der Versorgung von traumatischen Gefäßverletzungen in Deutschland. Es besteht ein Bedarf an Ausbildung insbesondere endovaskulärer Techniken zur vaskulären Traumaversorgung. Koordinierte Fortbildungsprogramme und eine stärkere Einbindung in Katastrophenschutzkonzepte erscheinen erforderlich, um eine Versorgung von traumatischen Gefäßverletzungen gewährleisten zu können.show moreshow less

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Metadaten
Author:Tobias Dominik WarmORCiDGND, Tomislav Stojanovic, Alexander Hyhlik-DürrORCiDGND, Yvonne GoßlauORCiDGND
Frontdoor URLhttps://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/131141
ISSN:0948-7034OPAC
ISSN:1434-3932OPAC
Parent Title (German):Gefässchirurgie
Publisher:Springer Science and Business Media LLC
Place of publication:Berlin
Type:Article
Language:German
Year of first Publication:2026
Publishing Institution:Universität Augsburg
Release Date:2026/06/23
Note:
Veröffentlicht für die Kommission Katastrophenmedizin und Gefäßtraumatologie der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie & Sektion gefäßchirurgische Techniken der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie.
DOI:https://doi.org/10.1007/s00772-026-01352-y
Institutes:Medizinische Fakultät
Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum
Medizinische Fakultät / Lehrstuhl für Gefäßchirurgie
Dewey Decimal Classification:6 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 61 Medizin und Gesundheit / 610 Medizin und Gesundheit
Latest Publications (not yet published in print):Aktuelle Publikationen (noch nicht gedruckt erschienen)
Licence (German):CC-BY 4.0: Creative Commons: Namensnennung