Muskelrelaxierung 2026: 50 Jahre Suche nach einem idealen Relaxans

  • Muskelrelaxierung ist aufgrund des anschaulichen Zusammenspiels zwischen Physiologie und Pharmakologie und den unmittelbar einsetzenden Effekten seit seiner klinischen Einführung eines der spezifischsten Themengebiete der Anästhesiologie.Über die klassische anästhesiologische Indikation bei Atemwegssicherung hinaus wurden zahlreiche moderne Operationsverfahren und Eingriffe erst durch die Weiterentwicklung der Muskelrelaxierung ermöglicht. Aber auch vor den damit einhergehenden Gefahren und Komplikationen wird seit Jahrzehnten gewarnt.Im Zuge des Auslaufens des Patentschutzes für Sugammadex im Sommer 2023 schien durch die spezifische Wirkung bei günstigem Nebenwirkungsprofil eine entscheidende Vereinfachung im Management der Muskelrelaxierung erreicht worden zu sein. Knapp zwei Jahre später müssen wir anmerken, dass aus dieser vorteilhaften Entwicklung trotzdem keine vollumfängliche Sicherheit abgeleitet werden kann, sondern im Zusammenhang mit Muskelrelaxierung weiterhin klinischeMuskelrelaxierung ist aufgrund des anschaulichen Zusammenspiels zwischen Physiologie und Pharmakologie und den unmittelbar einsetzenden Effekten seit seiner klinischen Einführung eines der spezifischsten Themengebiete der Anästhesiologie.Über die klassische anästhesiologische Indikation bei Atemwegssicherung hinaus wurden zahlreiche moderne Operationsverfahren und Eingriffe erst durch die Weiterentwicklung der Muskelrelaxierung ermöglicht. Aber auch vor den damit einhergehenden Gefahren und Komplikationen wird seit Jahrzehnten gewarnt.Im Zuge des Auslaufens des Patentschutzes für Sugammadex im Sommer 2023 schien durch die spezifische Wirkung bei günstigem Nebenwirkungsprofil eine entscheidende Vereinfachung im Management der Muskelrelaxierung erreicht worden zu sein. Knapp zwei Jahre später müssen wir anmerken, dass aus dieser vorteilhaften Entwicklung trotzdem keine vollumfängliche Sicherheit abgeleitet werden kann, sondern im Zusammenhang mit Muskelrelaxierung weiterhin klinische Risiken bestehen.Deshalb sind in diesem Bereich fundierte physiologische und pharmakologische Kenntnisse ebenso wichtig wie ein konsequent sorgfältiges Arbeiten anhand der aktuellen Vorgaben der anästhesiologischen Fachgesellschaften.show moreshow less

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Metadaten
Author:Thomas KrönauerORCiD, Felix GirrbachORCiDGND, Philipp SimonORCiDGND, Axel R. HellerORCiDGND
Frontdoor URLhttps://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/131323
ISSN:2731-6858OPAC
ISSN:2731-6866OPAC
Parent Title (German):Die Anaesthesiologie
Publisher:Springer Science and Business Media LLC
Place of publication:Berlin
Type:Article
Language:German
Year of first Publication:2026
Publishing Institution:Universität Augsburg
Release Date:2026/06/25
DOI:https://doi.org/10.1007/s00101-026-01707-w
Institutes:Medizinische Fakultät
Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum
Medizinische Fakultät / Lehrstuhl für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
Medizinische Fakultät / Professur für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin mit dem Schwerpunkt klinische Forschung
Dewey Decimal Classification:6 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 61 Medizin und Gesundheit / 610 Medizin und Gesundheit
Latest Publications (not yet published in print):Aktuelle Publikationen (noch nicht gedruckt erschienen)
Licence (German):CC-BY 4.0: Creative Commons: Namensnennung