Dehnbare Grenzen des Sagbaren: die Kontinuität des Antiziganismus im Wandel der Worte

  • Der Beitrag beschäftigt sich mit den Veränderungen in der Bezeichnungspraxis für Sinti:zze und Rom:nja und der Persistenz der über die Minderheit kommunizierten antiziganistischen Aussagen. Nach einer konzeptionellen Reflexion, welche die Grenzen einer auf Ersetzung problematischer Wörter (hier: Zigeuner) gerichteten Verschiebung der Grenzen des Sagbaren diskutiert, wird in einer empirischen Analyse untersucht, wie Veränderungen in der Sprachpraxis mit der Kontinuität marginalisierender Thematisierungsweisen korrelieren. Die Analyse zeigt, dass erfolgreiche Interventionen zur Nichtsagbarkeit diskriminierender Bezeichnungen einen wichtigen Erfolg darstellen, aber nicht notwendigerweise mit einer Verschiebung des ›Sagbaren‹, ›Denkbaren‹ und ›Vorstellbaren‹ mit Blick auf marginalisierte Gruppen einhergehen. Daher ist eine differenzierte Analyse sowie politische Problematisierung diskursiver Muster geboten.

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Metadaten
Author:Michael Haus, Özge Uslu
Frontdoor URLhttps://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/131349
URL:https://www.uni-augsburg.de/de/fakultaet/philsoz/fakultat/soziologie/zfd
ISSN:2195-867XOPAC
Parent Title (Multiple languages):Zeitschrift für Diskursforschung / Journal for Discourse Studies
Publisher:Beltz Juventa
Place of publication:Weinheim
Type:Article
Language:German
Date of Publication (online):2026/06/23
Year of first Publication:2025
Publishing Institution:Universität Augsburg
Release Date:2026/06/24
Volume:13
Issue:2
First Page:237
Last Page:256
Institutes:Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät
Dewey Decimal Classification:3 Sozialwissenschaften / 30 Sozialwissenschaften, Soziologie / 300 Sozialwissenschaften