Elisabeth Langmann, Tanja Henking, Stefanie Joos, Malte Klemmt, Regina Müller, Christine Preiser, Robert Ranisch, Roland Koch, Monika A. Rieger, Anna-Jasmin Wetzel, Urban Wiesing, Hans-Jörg Ehni
- Digitale Gesundheitstechnologien haben in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Hierzu zählen auch Symptom-Checker Apps, die auf Basis von Algorithmen oder künstlicher Intelligenz Nutzer:innen die Möglichkeit bieten, durch die Eingabe von Symptomen eine Analyse und Empfehlungen zum weiteren Vorgehen zu erhalten. Trotz ihrer weiten Bekanntheit zeigen Forschungsergebnisse ein gemischtes Bild bei der Genauigkeit der Ergebnisse, sodass aktuell ihr Nutzen noch eingeschränkt ist. Das interdisziplinäre Projekt CHECK.APP untersuchte ethische, rechtliche und soziale Aspekte im Zusammenhang mit Symptom-Checker Apps. Die daraus resultierenden und hier vorgestellten Empfehlungen richten sich an verschiedene Akteur:innen, einschließlich Nutzer:innen, Ärzt:innen, Entwickler:innen und öffentlicher Institutionen. Wichtig sind demnach eine kritische Haltung gegenüber Symptom-Checker Apps bei der Nutzung, die Förderung von Gesundheitskompetenz und eHealth-Literacy, sowie Transparenz, etwaDigitale Gesundheitstechnologien haben in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Hierzu zählen auch Symptom-Checker Apps, die auf Basis von Algorithmen oder künstlicher Intelligenz Nutzer:innen die Möglichkeit bieten, durch die Eingabe von Symptomen eine Analyse und Empfehlungen zum weiteren Vorgehen zu erhalten. Trotz ihrer weiten Bekanntheit zeigen Forschungsergebnisse ein gemischtes Bild bei der Genauigkeit der Ergebnisse, sodass aktuell ihr Nutzen noch eingeschränkt ist. Das interdisziplinäre Projekt CHECK.APP untersuchte ethische, rechtliche und soziale Aspekte im Zusammenhang mit Symptom-Checker Apps. Die daraus resultierenden und hier vorgestellten Empfehlungen richten sich an verschiedene Akteur:innen, einschließlich Nutzer:innen, Ärzt:innen, Entwickler:innen und öffentlicher Institutionen. Wichtig sind demnach eine kritische Haltung gegenüber Symptom-Checker Apps bei der Nutzung, die Förderung von Gesundheitskompetenz und eHealth-Literacy, sowie Transparenz, etwa hinsichtlich der Datengrundlage und der Erfahrungswerte bezüglich der Nutzung dieser Apps. Es besteht zudem ein Bedarf an verlässlichen und unabhängigen Informationsangeboten, durch die sich Nutzer:innen und Ärzt:innen über aktuelle Entwicklungen in der Digitalisierung des Gesundheitswesens informieren können. Gleichzeitig sind Entwickler:innen dazu aufgefordert, klare Vorgaben hinsichtlich Transparenz, Qualitätssicherung und Barrierefreiheit zu befolgen. Darüber hinaus wird dem Gesetzgeber empfohlen, die Freiwilligkeit der Nutzung von Symptom-Checker Apps sicherzustellen und Bedingungen zu schaffen, unter denen die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung gestärkt wird. Dabei zeigen die vorgestellten Empfehlungen Wege auf, wie Symptom-Checker Apps verantwortungsvoll eingesetzt werden können, um den potenziellen Nutzen zu maximieren und Risiken zu minimieren.…

